Unsere Azubis stellen sich vor: Joshua Krauß

03-2019_Azubiportrait

Die Liebe zum Wein hat Joshua Krauß wohl von seinen Eltern – beide passionierte Winzer – geerbt. Heute kann der angehende Weintechnologe bei Reh Kendermann zeigen, was er über kellertechnische Verfahren bereits gelernt hat.

„Hallo, mein Name ist Joshua! Ich bin 20 Jahre alt und absolviere im dritten Lehrjahr meine Ausbildung zum Weintechnologen in Bingen. Mit Wein bin ich sozusagen aufgewachsen, denn meine Eltern betreiben ein eigenes Weingut. Dass ein klassischer Bürojob nichts für mich wäre, habe ich daher schon früh gemerkt. Viel mehr Lust hatte ich auf die Arbeit mit dem Wein – und mehr noch auf die technischen Verfahren im Keller.

So stand die Entscheidung für eine Ausbildung zum Weintechnologen schnell fest. Schon mein Vater hat diesen Beruf gelernt; einige kennen ihn noch unter der Bezeichnung Küfer. Reh Kendermann als Unternehmen war mir natürlich ein Begriff und über persönliche Kontakte hatte ich schon viel Positives gehört. Dies hat sich bestätigt, seitdem ich selbst zum Team gehöre – vor allem der Zusammenhalt unter den Kollegen wird hier großgeschrieben.

Als angehender Weintechnologe lerne ich nun vor allem die kellertechnischen Verfahren kennen. Von der Annahme der Trauben bis zum Abfüllen der Weine begleite ich alle Schritte im Keller mit. Dazu zählen etwa die Steuerung und Überwachung der Gärung, die Klärung und der Verschnitt von Weinen. Dieser fasziniert mich am meisten, denn dabei können wir den Geschmack des Grundweins mit einer geringen Menge eines zweiten Weines komplett verändern und gestalten. Zu sehen, was man so am Ende des Tages geschafft hat, macht mich immer wieder stolz. Zudem gleicht kein Tag dem anderen und langweilig wird es nie!

In der Schule stehen vor allem die Kellertechnik und -wirtschaft auf dem Stundenplan. Weil die technischen Anlagen immer komplexer werden, ist ein gewisses technisches Interesse für diesen Beruf unerlässlich. Außerdem darf natürlich der Sinn für guten Wein nicht fehlen! Beim Probieren des Weines trainiere ich dafür täglich Geschmacks- und Geruchssinn.

Im Januar 2020 ist meine Ausbildung, die ich auf zweieinhalb Jahre verkürzt habe, zu Ende. Danach folgt an der Schule der Meistertitel in Vollzeit. Lernen werde ich also noch ein paar Jahre. Als Ausgleich spiele ich leidenschaftlich gerne Fußball: Seit 14 Jahren stehe ich jeden Sonntag auf dem Platz.“